Kultiger Bauer bleibt dem BraveheartBattle treu

Kultiger Bauer bleibt dem BraveheartBattle treu
foto © PAS-TEAM Ltd.

Am 12. März findet das 7. BraveheartBattle statt. In den vergangenen sechs Jahren haben sich dabei regelrechte Traditonen und Bräuche rund um das Groß-Event in Münnerstadt entwickelt. Auch wenn der Extremlauf dieses Jahr nach Bischofsheim umzieht, sind manche Dinge vom BraveheartBattle auch weiterhin nicht wegzudenken: Der Battle muss weh tun – klar – die Teilnehmer müssen danach aussehen wie die Sau – auch klar – und der Battle braucht Bauer Edi – ganz klar!

Bei der offiziellen Streckenbegehung in Bischofsheim, dem letzten Härtetest vor dem eigentlichen BraveheartBattle, kam deshalb sehr schnell eine Frage auf: Ist Bauer Edi auch dieses Jahr wieder dabei? Und Organisator Joachim von Hippel konnte alle erfahrenen Bravehearts beruhigen: “Ja er ist auch dieses Jahr dabei”.

Der Kult entstand in der Scheune

Bauer Edi, das ist Eduard Schmitt. Sein Sonnenhof bei Reichenbach lag direkt in Reichweite der alten Braveheart-Strecke. Angefangen hat seine Geschichte damit, dass ein Bauer naturgemäß einige praktische Dinge und auch Kenntnisse hat um Hindernisse zu bauen. Deshalb hat er im ersten Jahr dabei geholfen Hindernisse zu bauen. Im zweiten Jahr ging die Strecke schon über ein Hindernis in seiner Scheune und damit war der Grundstein für eine schöne Erfolgsgeschichte gelegt. Denn schon nachdem wenige Läufer das Hindernis am Sonnenhof passiert hatten, ließen sich die ersten von Edi’s Frau Rita mit Wasser versorgen. “Bald haben wir dann alles raus geholt was wir hatten, und die haben es getrunken. Drei Kisten Limo, zwei Kisten Bier, und den ganzen Tee”, erinnert sich Bauer Edi. Auch hart gekochte Eier, Fleischkäse und andere Speisen wurden ausgegeben. So wurde der Sonnenhof 2012 zur inoffiziellen Versorgungsstation.

BraveheartBattle Bravetella

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Vom Hürdenbauer zum Grundversorger

Dabei kamen das fränkische Original und seine Rita so gut an, dass sie im darauffolgenden Jahr zur offiziellen Versorgungsstation wurden. Ehefrau Rita verkauft normalerweise selbstgemachtes Brot und so lag es nahe dieses zur Stärkung auch beim BraveheartBattle auszuteilen. 100 Brote backt sie jedes Jahr dafür, um letztlich 3500 Schnitten zu verteilen. “Da bleibt auch nie etwas übrig” sagt sie. Als Belag gibt es mittlerweile schon traditionell eine Art selbstgemachte Nutella – die Bravetella-Stullen waren geboren und erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit unter den Teilnehmern.

Die sind uns schon ans Herz gewachsen

Als klar wurde, dass der Hindernislauf Münnerstadt verlassen würde, gab es für Edi keinen Zweifel darüber, ob er die Läufer weiterhin unterstützen würde. Rita Schmitt ist Stadträtin in Münnerstadt und das Ehepaar war im Streit um die Erweiterung der Strecke stets auf der Seite von Veranstalter Joachim von Hippel. Familie Schmitt geht selbstverständlich, so wie alle anderen Hindernisbauer aus Münnerstadt auch, mit an den Kreuzberg. “Wer soll die Versorgung denn sonst machen und die verrückten Chaoten unterstützen?”, sagt der Bauer lachend und man merkt seine Bindung zur Braveheart-Gemeinde. “Wenn die ausgepumpt in unsere Scheune kommen, dann führt man Gespräche und lernt sich richtig kennen. Die sind uns schon ans Herz gewachsen”. Und andersrum ist es sicherlich nicht anders.

Die Steigung zum Glück

In diesem Jahr wird er sich mit seiner Frau in der Nähe des “Gasthofs Roth” mit seinem Stand aufstellen. Dort können die Teilnehmer sich nach einem langen Anstieg dann auf gute Gespräche, Tee, Bier und natürlich Bravetella freuen.